Österreich testet wasserstoffbetriebene Urbino-Busse von Solaris

Solaris hat mit der Präsentation des wasserstoffbetriebenen Urbino-Busses begonnen, der seit einigen Tagen durch die Straßen der Städte des österreichischen Bundeslandes Kärnten fährt.

Vom 20. bis 21. Mai 2021 war die österreichische Stadt Villach Gastgeber einer Solaris-Konferenz, deren Ziel es war, den Wasserstoffbus des Unternehmens vorzustellen. Das Treffen, das von der lokalen Vertretung des Unternehmens – Solaris Austria – mitorganisiert wurde, markierte den symbolischen Start eines Testzyklus dieses Modells, der von österreichischen Stadtverkehrsunternehmen durchgeführt wurde. Die Fahrtests des Wasserstoff-Urbino dauern noch bis Ende Mai.

Die Veranstaltung, die unter anderem von Vertretern von Solaris Bus & Coach, Solaris Austria, dem lokalen Betreiber ÖBB Postbus, Kärntner Landesbehörden und internationalen Medien besucht wurde, bot die Gelegenheit, mehr über die Technologie des Herstellers des Wasserstofffahrzeugs zu erfahren. Eine detaillierte Präsentation des Busses durch eine Reihe von Vorträgen von Experten, die über die Vorteile von Wasserstoff als sauberer Energiequelle sprachen, sowie durch Testfahrten, die es ermöglichten, die Leistungsparameter des Busses und sein Potenzial im regulären Einsatz zu bewerten.

„Emissionsfreie Busse sind die Zukunft des öffentlichen Verkehrs, daran besteht kein Zweifel. Als einer der größten Hersteller von Nahverkehrsfahrzeugen in Europa fühlen wir uns dafür verantwortlich, Trends zu setzen, deren Hauptkriterien der Schutz der Umwelt und der Komfort der Bürger sind. Wir freuen uns, dass sich immer mehr Länder der Wasserstofftechnologie zuwenden, die eine hervorragende ökologische Lösung darstellt, die das Elektromobilitätsangebot des Unternehmens ergänzt“, sagte Javier Calleja, CEO von Solaris Bus & Coach, der auf der Konferenz anwesend war.

„Ich freue mich, dass wir unseren Wasserstoffbus wieder in Österreich präsentieren können; dient als direkter Beweis für die Vorteile dieser Einheit. Diese Technologie bietet großartige Einsatzmöglichkeiten, und ich hoffe, dass die Wasserstoffbustests in Kärnten unsere wasserstoffbetriebenen Modelle für unsere Kunden noch attraktiver machen und Kunden ermutigen, ihr Transportangebot mit dieser Art von Fahrzeugen zu ergänzen“, sagte Anna Mejer , CEO von Solaris Österreich.

Vertreter der lokalen Verkehrsunternehmen, die an der Konferenz teilnahmen, zeigten die Pläne für die Entwicklung des Fuhrparks in den kommenden Jahren.

„Auf dem Weg in eine klimafreundliche und emissionsfreie Zukunft brauchen wir sowohl eine Änderung unserer Mobilitätsgewohnheiten als auch neue Antriebstechnologien. Deshalb ist es Postbus als Österreichs größtem Busunternehmen ein großes Anliegen, alternative Antriebstechnologien wie Wasserstoff, aber auch Elektromobilität zu testen. Darüber hinaus gibt es bereits mehrere von uns betriebene E-Busse. Wir unterstützen die Entscheidung von Solaris, alternative Antriebstechnologien aggressiv zu verfolgen, und hoffen, dass der Bushersteller diesem Beispiel bald folgen wird. Postbus ist einerseits bereit, zahlreiche emissionsfreie Busse auf Österreichs Straßen zu bringen“, sagt Sylwia Kaupa-Götzl, Geschäftsführerin ÖBB Postbus.

Am zweiten Veranstaltungstag stand die geplante Anschaffung von Wasserstofffahrzeugen in Österreich im Mittelpunkt, als Vertreter der Landesbehörden in Kärnten Details zum Projekt „H2 Carinthia“ preisgaben. Das Hauptziel dieses Projekts ist die Schaffung einer Wasserstoff-Modellregion, die Wasserstoff im öffentlichen Verkehr und in der Industrie nutzt. Das Programm sieht auch den Bau einer Wasserstofftankstelle vor. Die entsprechende Absichtserklärung wurde unter anderem bereits von führenden österreichischen Netzbetreibern, Kommunen und Energieversorgern unterzeichnet.

„Die Zukunft der Mobilität wird mehr von einem Mix aus Antriebsarten abhängen. Grüner Wasserstoff ist für Kärnten ein wichtiger Baustein, um Industrie und Mobilität zu dekarbonisieren und Emissionen zu reduzieren. Deshalb arbeiten wir an einer Wasserstoffstrategie, um Kärnten zum Vorreiter beim Einsatz von Wasserstoff zu machen. Gerade im Mobilitätssegment, bei dichtem Verkehr und auf längeren Strecken stellt der Wasserstoffantrieb rein elektrische Busse in den Schatten, da er eine deutlich höhere Reichweite hat und energieeffizienter ist als fossile Kraftstoffe. Somit zeigt der Wasserstoffantrieb in Kärnten enormes Potenzial, um den klimaneutralen Busverkehr zu gestalten und die Klimaziele zu erreichen. Ich bin mir sicher, dass sich der Wasserstoffantrieb im täglichen Dauereinsatz bewähren wird. Läuft alles nach Plan, wird 2022 eine Wasserstofftankstelle in Kärnten installiert, sodass im Folgejahr die ersten Busse in den Regelbetrieb gehen können“

, sagt Sebastian Schuschnigg, Landesrat für Wirtschaft und Mobilität.